Die Wechseljahre ändern die Spielregeln – hormonelle Veränderungen bringen Schlaf, Energie und Stimmung durcheinander. Zeit für ein gutes Toolkit. Unser Evela Menopause-Toolkit verbindet Ernährung, Bewegung, Stressregulation, Schlaf und medizinische Optionen zu einer Strategie, die wirklich zum eigenen Leben passt.

Die Wechseljahre markieren das Ende der fruchtbaren Jahre und den Beginn einer neuen Lebensphase, die in der Regel zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, aber auch einige Jahre vorher beginnen kann. Die hormonellen Veränderungen in dieser Zeit bringen körperliche und emotionale Veränderungen mit sich. Wenn du verstehst, was in deinem Körper vor sich geht, kannst du diese Phase besser steuern und als Chance für positive Veränderungen nutzen.

Dr. Mary Claire Haver, eine US-amerikanische Expertin für Frauengesundheit, hat den Begriff „Menopause-Toolkit“ geprägt. Dieses Toolkit bietet verschiedene Ansätze, um die Symptome der Wechseljahre zu lindern und die Gesundheit zu verbessern. Es umfasst Strategien wie Ernährung, Bewegung, medikamentöse Behandlungen, Nahrungsergänzungsmittel, Stressbewältigung und Schlafoptimierung.

Das Ziel ist es, dir mehr Kontrolle über deine Symptome und dein Wohlbefinden zu geben. Es gibt jedoch keinen „One Size Fit All“-Ansatz. Jede Frau ist einzigartig, und was bei der einen Frau gut funktioniert, bringt bei der anderen vielleicht nicht die gleiche Wirkung. Oft ist es ein Prozess des Ausprobierens (Trial and Error), um die optimale Kombination von Maßnahmen zu finden. Dieser Prozess kann auch frustrierend sein – z. B. wenn Du an Gewicht zunimmst, obwohl du nicht mehr isst als früher. Häufig liegt das an einem Verlust von Muskelmasse und einem geringeren Grundumsatz mit zunehmendem Alter. Übrigens: Männer haben es beim Abnehmen oft leichter, da sie durch Testosteron mehr Muskelmasse haben oder schneller aufbauen können. Lass Dich dadurch nicht verunsichern, sondern ergreife die Chance, Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden langfristig zu verbessern.

Es ist keine 'One Size Fits All'-Lösung, aber die richtige Mischung aus Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und gutem Schlaf die bei der Bekämpfung der Beschwerden sehr effektiv hilft. Finde deinen eigenen Weg—Schritt für Schritt!

Ernährung – Deine Basis für Wohlbefinden

Was wir essen, beeinflusst nicht nur, wie wir uns fühlen, sondern auch, wie wir altern. Gerade in den Wechseljahren ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend, um Muskelabbau, Hormonveränderungen und Energieeinbußen entgegenzuwirken.

Der Nährstoffgehalt in Obst und Gemüse ist in den letzten Jahrzehnten durch Überzüchtung um über 50 % gesunken. Auf Wochenmärkten findest du oft mehr—dein Körper wird es dir danken.

Ich hatte früher keine Zeit, über Essen nachzudenken. Mit einem stressigen Job und zwei Kindern waren Fertigessen aus dem Supermarkt oft meine Lösung. Aber nachdem ich einen Plan entwickelt und angefangen habe, mit frischen Zutaten und im Voraus zu kochen, merke ich wirklich, wie viel besser ich mich fühle.

- Yvonne, 45 Jahre

Nahrungsergänzungsmittel - ist das wirklich sinnvoll?

Durch Überzüchtung hat sich der Nährstoff- und Vitamingehalt in Obst und Gemüse in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert. Deshalb können auch bei einer ausgewogenen Ernährung Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Vitamin D3 beispielsweise unterstützt die Knochengesundheit und kann Osteoporose vorbeugen und ist bei vielen Menschen nicht ausreichend vorhanden. Omega-3-Fettsäuren sind nachweislich herzschützend und wer es nicht schafft, mehrmals die Woche Omega-3 reiche Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte, Chiasamen oder Walnüsse zu essen, sollte eine Ergänzung erwägen. Das Spurenelement Selen könnte laut Studien eine schützende Wirkung gegen verschiedene Krebsarten haben und B-Vitamine helfen, das Nervensystem zu unterstützen. Aber sei ehrlich zu Dir selbst: die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel ist eben nur eine Ergänzung zu einer gesunden Ernährung und kein Freifahrtschein für Softdrinks und Fast Food.

Bewegung, Bewegung, Bewegung– Der Schlüssel zu langfristiger Gesundheit

Regelmäßige Bewegung ist eines der besten Mittel, um den Körper stark und gesund zu halten. Besonders in den Wechseljahren schützt dich Sport nicht nur vor Knochenschwund, der Osteoporose, sondern ist auch ein Booster für dein Herz, deine Muskeln und dein Immunsystem. Peter Attia, ein bekannter Gesundheits- und Longevity-Experte, betont immer wieder, wie wichtig es ist, auch im Alter fit zu bleiben, um Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs vorzubeugen.

Kleine Schritte sind der Anfang, aber mit einer klaren Strategie kannst du dein Fitnesslevel stetig steigern:

Ich dachte immer, ich hätte keine Zeit für Sport. Aber durch kurze morgendliche Workouts zu Hause habe ich es endlich geschafft. Es ist einfach, kostet nichts und bessert meine Laune.

- Ayşe, 48 Jahre

Mit einer Freundin ins Gym zu gehen, war das Beste. Wir motivieren uns gegenseitig und rocken das Training richtig.

- Magda, 50 Jahre

Stressbewältigung – Finde deine innere Ruhe

Stress hat einen enormen Einfluss auf die Hormone und kann Wechseljahresbeschwerden verstärken. Deswegen ist es essentiell, Techniken zu entwickeln, die Dir helfen, Dich zu entspannen. Eine der effektivsten Methoden zur Stressbewältigung ist Breathwork. Solche Atemübungen sind mittlerweile in den USA weit verbreitet und wissenschaftlich anerkannt. Auch in Deutschland gewinnt die Methode immer mehr an Popularität.

Schlaf – Die Basis für Energie und Fokus

Schlafstörungen sind in den Wechseljahren weit verbreitet. Aber es gibt einfache Techniken, um Dein Gehirn zu „überlisten“. Gute “Schlafhygiene” ist dabei das A und O.

Ich hätte nie gedacht, dass ein dunkles Zimmer, ein regelmäßiger Schlafrhythmus und kein Smartphone im Bett so einen Unterschied machen. Endlich schlafe ich wieder besser.

- Kerstin, 48 Jahre

Hormonelle und nicht-hormonelle Behandlungsmöglichkeiten

Wenn die Symptome stärker werden und Dich belasten, sind medikamentöse Behandlungen oft eine Option. Die MHT (Menopausale Hormontherapie) oft auch HRT (für Hormone Replacement Therapy) ist nachweislich die effektivste Methode, um Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen zu lindern. Es gibt aber auch nicht-hormonelle Alternativen, die Dir helfen können, wie z. B. spezielle Antidepressiva oder Blutdrucksenker.

Quellen:

  1. Marie Claire Haver: The New Menopause: Navigating Your Path Through Hormonal Change with Purpose, Power, and Facts. Penguin Books. ISBN: 9781529948271
  2. Marie Claire Haver: The Pause Life. https://thepauselife.com/
  3. Erdélyi A et al. The Importance of Nutrition in Menopause and Perimenopause—A Review. Nutrients. 2024; 16(1):27. https://doi.org/10.3390/nu16010027
  4. Silva TR et al.Nutrition in Menopausal Women: A Narrative Review. Nutrients. 2021 Jun 23;13(7):2149. doi: 10.3390/nu13072149. PMID: 34201460; PMCID: PMC8308420.
  5. Grindler NM et al. MD. Menopause and exercise. Menopause 22(12):p 1351-1358, December 2015. | DOI: 10.1097/GME.0000000000000536
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  7. Xu Q et al.. Examining the relationship between subjective sleep disturbance and menopause: a systematic review and meta-analysis. Menopause 21(12):p 1301-1318, December 2014. | DOI: 10.1097/GME.0000000000000240
  8. Cintron D et al. Efficacy of menopausal hormone therapy on sleep quality: systematic review and meta-analysis. Endocrine. 2017 Mar;55(3):702-711. doi: 10.1007/s12020-016-1072-9

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